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Romantischer Bräutigam, pragmatische Braut

In ihrer Kolumne in der Swiss Wedding schreibt Caty über Brautpaare und der Bruch von Klischees.

Fotografie: Jonas Enriquez on Unsplash

Der ganze Artikel: Swiss Wedding


Die ganzen Hochzeitsvorbereitungen stehen an, 1000 Fragen müssen geklärt werden, und er sagt: «Schatz, wir machen es so, wie du es möchtest.» Dieser Satz bringt Bräute meist zur Weissglut! Denn es hört sich für die meisten an, als ob sich ihr Liebster nicht im Geringsten für die gemeinsame Hochzeit interessiert. Alles bleibt an ihr hängen! Es kommt noch dicker: An den Hochzeitsmessen fallen mir etliche Bräutigame auf, die sich hinter ihren zukünftigen Ehefrauen herschleifen lassen und sich nichts sehnlicher wünschen, als endlich verheiratet zu sein. Das hat seinen Grund.

All meine Teilnehmerinnen am Lehrgang zur dipl. Hochzeitsplanerin erhalten die Aufgabe, zehn Personen nach ihren ersten Begriffen zum Thema Hochzeit zu befragen. Und zwar Männer und Frauen aus verschiedenen Schweizer Ortschaften und in unterschiedlichem Alter. Bei der Sortierung nach Frau und Mann fällt immer wieder das Gleiche auf: Bei Frauen fallen Begriffe wie schönster Tag, Kleid, Dekoration, Torte und weitere eher pragmatische Ausdrücke. Die genannten Wörter sind meist Dinge oder Gefühle, die sie mit diesem Tag verbinden – grösstenteils die Schönste zu sein, das schönste Fest zu haben und im Mittelpunkt zu stehen. Männer hingegen nennen Begriffe wie Treue, Familie, ein gemeinsames Leben, Fest mit Familie und Freunden und weitere Stichworte, die eigentlich den Teil nach dem «schönsten Tag» beschreiben. Ich mache es etwas deutlicher: Nehmen wir einmal an, der Hochzeitstag wäre eine Tür. Für Männer ist einzig wichtig, was sich hinter ihr verbirgt. Wie die Tür aussieht, ist ihnen gänzlich egal. Ihr Bräutigam würde Sie also auch morgens um acht in Jeans und T-Shirt in der Garage heiraten. Was das nun für die Hochzeitsplanung bedeutet, erkennen Sie in Kürze. Für ihn steht also das Ja-Sagen im Vordergrund – eigentlich das Wesentliche, und deshalb überlegen sich Männer auch sehr gut, ob sie heiraten wollen oder nicht. Da er ausserdem möchte, dass es für die Braut der schönste Tag wird, fallen die bekannten Sätze wie: «Wir machen es so, wie du es möchtest.» Er will Sie glücklich sehen! Ihm sind an diesem Tag materiell gesehen nur zwei Sachen wichtig: Essen und Getränke – die Gäste sollen schliesslich gut verpflegt sein. Dies sind meist auch die Punkte, bei denen sich der Bräutigam intensiv einbringt. Das Probeessen und die Wahl des richtigen Weins bedürfen in der Tat einer minutiösen Planung, für die er sich gern Zeit nimmt. Mein Rat nun an alle Bräute lautet: Hören Sie auf seine Zwischentöne, und nehmen Sie wahr, was ihm wirklich wichtig ist. Mag er für Fotos nicht lang hinhalten, dann planen Sie kein stundenlanges Shooting ein. Er möchte nicht tanzen, weil er sich geniert? Dann lassen Sie den Braut- tanz sausen. Er wünscht sich das grösste und fetteste Hochzeitsauto? Dann hören Sie ihm zu, und erfüllen Sie ihm diesen Wunsch. Wir Frauen sind pragmatisch und wissen, was wir wollen. Aber manchmal sollten und dürfen wir uns ruhig den Gefühlen hingeben und dem romantischen Bräutigam auch den Vortritt lassen.

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